Prisma des Weltenschöpfers
Überblick
Das Artefakt, in das Fayruan Al’Fey einen Teil seiner eigenen Macht versiegelt hat. Ein Prisma, umschlossen von zwei Drachen — dem Drachen von Zeit und Raum und dem Drachen der Kraft.
Damit ist es ein Modell der Schöpfung: das Prisma in der Mitte, umschlossen von den beiden versteckten Elementen, die die Welt von außen halten.
Es ist zerschlagen. Seine Splitter liegen verstreut in der Welt.
Erscheinung
Ein Prisma, außen umfasst von zwei Drachenleibern:
- Der Drache von Zeit und Raum — siehe Lord von Zeit und Raum
- Der Drache der Kraft — siehe Lord der Kraft
Es ist das Wappen von Ryssea
Die Form entspricht exakt dem Zehnstern-Wappen aus Die Elementschrift: „Im Zentrum steht das Prisma als leuchtender Zwielicht-Kristall, aus dem alle zehn Ströme gebrochen werden. Die zwei verborgenen Elemente erscheinen als die zwei Dreiecke im Kern — die zwei Seiten des Prismas, Zeit/Raum und Kraft, die die Schöpfung neben den zehn Elementen zusammenhalten.”
Das Artefakt ist das Wappen der Welt, physisch geworden.
Wirkung & Kräfte
Ein Prisma ist im Kanon nicht nur ein Speicher. Laut Zwielicht ist es das, was alles in verschiedene Elemente aufspalten und wieder vereinen kann.
Daraus folgen zwei Nutzungen, und sie sind dieselbe Handlung in verschiedenem Ausmaß:
| Richtung | Was es bedeutet |
|---|---|
| Vereinen | Getrenntes wieder zusammenführen — die Splitter der Welt, geteilte Völker, aufgespaltene Elemente |
| Auflösen | Zusammengeführte Gegensatzpaare ergeben wieder Zwielicht. Wer weit genug geht, löst die Schöpfung auf |
Das ist der Kern des Konflikts
Dasselbe Werkzeug, das die zerschlagene Welt wieder verbinden könnte, ist auch das, mit dem man sie ins Zwielicht zurückführt. Der Unterschied ist nur, wie weit man geht — und genau darüber streitet die ganze Kampagne.
Zusätzlich hält es einen Teil von Fays Macht, die er bei seiner Inkarnation abgegeben hat.
Geschichte & Herkunft
Erschaffen von Fayruan Al’Fey als Speicher für einen Teil seiner Macht.
Wie es aus dem Sternentempel kam
Nicht durch Einbruch. Yuliyas Bruder hat es herausgeholt — der hohe Dämonenlord des Hauses der Zeit und des Raumes, Seelenbruder von Fenvarion al’Ichilin und als solcher im Sternentempel bekannt und willkommen.
Er tat es nicht freiwillig: Sein Seelengefäß war im letzten Krieg an Nevaros gefallen, dessen Agenten ihn darüber kontrollieren.
Fays Sicherheitsannahme war nicht falsch, nur unvollständig
Der Tempel war gegen Einbruch sicher. Nicht gegen einen Freund des Hauses, den jemand anderes an der Leine führte.
Die Zerschlagung
Danach hatte einer der Schergen von Nevaros das Artefakt in Händen. Er wusste nicht, was es war.
Er nutzte es als Zündung und Brennstoff für das zeitfressende Ritual, mit dem Nevaros’ Geist aus dem Äther zurückgeholt wurde. Das Ritual zehrte dabei von der Kraft des brechenden Prismas — das Zerbrechen war der Treibstoff, nicht der Ritus selbst.
Die Explosion war ein Unfall. Fenvarion al’Ichilin tötete Liscom mitten im Ritual und störte den Kreis so radikal, dass das bereits brechende Prisma regelrecht explodierte, statt kontrolliert zu zerfallen. Fen trägt damit Teilschuld, nicht die Schuld.
Der Unfall war die Rettung
Durch die Explosion wurden die Splitter verstreut. Wären sie Nevaros geblieben, hätte er sich damit einen Körper gebaut. Fens Eingriff hat den schlimmsten Ausgang verhindert, ohne dass er es weiß.
Warum das funktioniert hat
Das Artefakt ist ein Modell der Grenze zwischen innen und außen: das Prisma, umschlossen von den beiden Elementen, die die Schöpfung abschließen.
Wer das Modell zerbricht, durchbricht die Grenze. Ein Ritual, das mit dieser Bruchkraft gespeist wird, kann einen Geist aus dem Äther holen.
Warum die Splitter so weit verstreut sind
Das Prisma zerbrach im Äther — außerhalb der Schöpfung. Und die Splitter wollten unbedingt zurück in die Welt.
Weil der Äther weder Ort noch Zeit kennt, sind sie beim Zurückdrängen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Zeiten gelandet. Dort, wo einer liegt, entstehen Anomalien.
Das ist der Abenteuergenerator
Wo eine Anomalie auftaucht, liegt ein Splitter. Jede kann aussehen, wie sie will — das gibt beliebig viele Aufhänger, die alle in dieselbe Geschichte zahlen.
Und es verschmilzt zwei Jagden zu einer Reise: Auch Nevaros’ Seelengefäße sind nur an ihren Entstehungsorten in Zeit und Raum erreichbar. Prismensplitter und Gefäße liegen im selben Suchraum, und Fenvarion al’Ichilin ist für beides der Schlüssel.
Die Splitter liegen dabei nicht still. Sie wollen nach Hause und verbiegen dabei ihre Umgebung — das macht sie gefährlich und zugleich auffindbar.
Was die Gruppe getan hat
Die Helden von Team Synfathia haben:
- Die beiden Drachenstatuen in den Sternentempel zurückgebracht, wo sie hingehören
- Einen der Prismensplitter wiedergefunden: Erde
Eine Pointe, die die Gruppe nicht kennt
Den Sternentempel hat Fenvarion al’Ichilin in einem früheren Leben selbst gebaut, als Bastion gegen den Weltenfresser (siehe Donnerhall). Fen hat die Wächter also in sein eigenes Bauwerk zurückgetragen, ohne zu wissen, dass er es errichtet hat.
Aufbau und Splitter
Das Artefakt zerfällt in drei Teile mit sehr unterschiedlichem Verbleib:
| Teil | Was es ist | Wo es ist |
|---|---|---|
| Zwei Drachen | Die beiden Lords außerhalb — Lord von Zeit und Raum und Lord der Kraft | Von der Gruppe in den Sternentempel zurückgebracht |
| Der Kern | Das Prisma selbst | Bei Fay, in seiner Inkarnation |
| Zehn Splitter | Einer pro Element | Verstreut über Orte und Zeiten |
Die zehn Splitter
| Element | Stand |
|---|---|
| Erde | ✅ von der Gruppe gefunden |
| Luft | offen |
| Feuer | offen |
| Eis | offen |
| Wasser | offen |
| Blitze | offen |
| Licht | offen |
| Schatten | offen |
| Pflanze | offen |
| Metall | offen |
Die Elemente stehen in fünf Gegensatzpaaren (siehe Die Elemente) — Licht–Schatten, Feuer–Eis, Pflanze–Metall, Wasser–Blitze, Luft–Erde. Ob das für die Suche eine Rolle spielt, ist offen.
Verbleib
Zerschlagen. Die Drachenstatuen stehen wieder im Sternentempel, die Prismensplitter sind in der Welt verstreut — einer davon in den Händen der Gruppe.
GM-Wissen
Nicht für Spieler
Das Prisma ist das Rückgrat des Kampagnenziels. „Die Welt zusammenbringen” ist nicht nur Diplomatie — das Prisma ist das Instrument, das Getrenntes tatsächlich wieder vereinen kann. Deshalb ist es kein Zufall, dass Nevaros’ Seite es zerstört hat.
Und es ist die Versuchung. Wer alle Splitter hat, hält sowohl das Werkzeug zur Vereinigung der Welt als auch das zu ihrer Auflösung in den Händen — plus einen Teil der Macht des Schöpfers. Für Nevaros ist es damit das begehrenswerteste Objekt der Schöpfung.
Fay hat es gemerkt — und konnte nichts tun. Drei Gründe:
- Seine eigene Regel verbietet ihm das Eingreifen
- Er wähnte seinen Machtanteil sicher im Sternentempel
- Als beinahe sterbliche Inkarnation ist er nicht omnipräsent — genau der Preis, den er für das Dazugehören zahlt
Das zerbrochene Prisma ist auch für ihn ein echtes Problem, nicht nur für die Welt.
Und die Gegenseite will die Splitter. Nicht nur, um Nevaros zu stärken, sondern um darüber möglicherweise die Elementarlords zu kontrollieren.
Deshalb ist dieser Zyklus besonders prekär. Es geht nicht mehr nur um einen Rückkehrer, sondern darum, wer die Wesen beherrscht, die die Grenzen der Schöpfung halten.
Konzept in Die Frage der Schöpfung.
Siehe auch
- Die Elementschrift — das Wappen, dessen Form das Artefakt trägt
- Zwielicht — was ein Prisma kann
- Die Elemente — die zehn und die zwei versteckten
- Sternentempel — wo die Drachenstatuen jetzt stehen
- Fayruan Al’Fey — sein Schöpfer
- Nevaros — durch die Zerschlagung zurückgekehrt
Notizen
- Angelegt 2026-09-07 nach Ronjas Vorgabe. Soll als Plotfaden eingewoben werden